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Radio-Menschen

Radio-Menschen sind sympathisch. Und locker drauf. Und überhaupt viel cooler als die Leute vom Fernsehen, weil sie nicht so auf ihr Aussehen achten müssen wie Moderatoren, die ihr Gesicht tagtäglich in die Kamera halten.

Ein Klischee, das sich hält. Und das teilweise stimmt. Teilweise, fragt ihr euch? Naja, mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich keine Leute vom Fernsehen persönlich kenne.

Aber wie komme ich überhaupt auf dieses Thema? Das ist leicht zu beantworten: Ich mache derzeit ein Praktikum beim Radio.

Die Redaktion hier ist noch relativ klein, denn ich bin bei einem Lokalradio. Wir senden also nicht 24 Stunden non-stop, sondern müssen immer mal wieder zu "Radio NRW" schalten, die das Programm dann machen.

Wie läuft so ein Tag hier in der Redaktion ab? Morgens um neun fange ich an. Dann sind die Leute von der Frühsendung schon da, der Chef vom Dienst und die Redaktionsassistensin kommen gleichzeitig mit mir in der Redaktion an.

Während ich die Post hole und anschließend die Zeitungen aus der Umgebung nach Themen für unser Programm durchforste, startet der Tag für die meisten meiner Kollegen mit Telefonaten, Beiträgen und so weiter.

Um 10:35 Uhr, also nach den Nachrichten um halb, die von unserem Studio aus gesendet werden, ist Redaktionskonferenz. Hier werden die Termine und Programmpunkte für den Tag besprochen und für die nächsten Tage geplant. Kreative Köpfe gemeinsam an einem Tisch - hier herrscht ein freundschaftlicher Ton. Man merkt, dass die Mitarbeiter hier sich gegenseitig schätzen und das Tolle ist, dass sie mich zu einem Mitglied ihres Teams machen. Das heißt, dass man sich sofort wohl fühlt. Und deshalb stimmt schon mal das erste Klischee: Radio-Menschen sind locker drauf.

Nach der Konferenz mache ich mich auf zum CvD, der mir meine Aufgaben gibt. Obwohl ich erst die zweite Woche dabei bin, trauen die Radio-Menschen mir schon so einiges zu. Ein tolles Gefühl, das mein Selbstwertgefühl und mein Selbstvertrauen um einiges steigert. Ich war zum Beispiel schon auf Terminen bzw. Pressekonferenzen.

Aber manchmal ist es auch langweilig. Das muss ich leider zugeben, denn teilweise gibt es nichts für mich zu tun. Ich arbeite glaub ich auch einfach zu schnell, weil der CvD mir morgens meine Aufgaben für den Tag gibt und sagt, dass ich damit den ganzen Tag beschäftigt sein werde. Wenn ich dann aber schon nach 2 oder 3 Stunden fertig bin (obwohl ich mir extra Zeit lasse, das muss ich dazu sagen), staunt er immer. 

Aber ich habe eben schon journalistische Erfahrungen und kenne die Prozedur. Denn neben der Schule habe ich beim Internetfernsehen gearbeitet, bei dem ich auch immer noch beschäftigt bin. 

Aber die Aufgaben, die ich hier bekomme, sind wirklich super und machen Spaß. Neben Recherche, PKs und Umfragen darf ich auch Moderationen und Nachrichten schreiben, die dann im Programm verwendet werden. 

Ich hoffe ja darauf, irgendwann im Laufe der nächsten vier Wochen selbst etwas einsprechen zu dürfen. Das wär mal was Seine eigene Stimme im Radio zu hören... Wow, da läuft mir ein wohliger Schauer über den Rücken. Das ist ein Traum von mir.

Kommen wir zum nächsten Klischee: Radio-Menschen sind sympathisch. Das kann ich nur bestätigen. Wenn ich Fragen habe oder mit dem Programm nicht zurecht komme oder sonst irgendein Anliegen habe, kann ich jederzeit zu jedem Kollegen gehen. Bisher hat mir noch keiner die Hilfe verweigert. Na klar, man kommt mit dem einen Kollegen besser zurecht als mit dem anderen, aber das ist ja normal.

Und dann zum letzten Klischee: Radio-Menscher sind cooler als die vom Fernsehen, weil sie nicht so auf ihr Aussehen achten müssen. Eigentlich paradox, aber da ist was dran. Denn wenn man tagtäglich von Millionen Menschen im Fernsehen gesehen wird, dann will man natürlich gut aussehen. Und achtet deshalb eben auf sein Äußeres. Aber dadurch wird man auch ein bisschen eitel, das glaube ich zumindenst. Man fühlt sich nicht gut, wenn die Haare nicht so sitzen, wie sie sollen, wenn auf der Bluse ein Fleck ist, muss man sich sofort umziehen... Das alles bringt Stress.

Beim Radio gibt es das nicht. Hier laufen alle "ganz normal" rum. In Jeans, bequemen Oberteilen, eben jeder so, wie er mag. Einige Kollegen (oder besser gesagt: Kolleginnen :D) brezeln sich auch auf mit hohen Schuhen und den neuesten Trends, aber hey! Das können sie auch gerne tun, schließlich soll sich jeder wohl fühlen. Aber wenn man mal einen Fleck hat, dann geht nicht gleich die Welt unter. Denn das einzige was hier zählt, ist die Stimme. Und wenn die gut gepflegt wird, dann läufts.

Aber wie gesagt: Das sind alles nur persönliche Einschätzungen und Vermutungen. Ich kenne keine Moderatoren persönlich und kann deshalb nicht genau sagen, wie das bei denen abläuft. Aber wer weiß, vielleicht mach ich ja auch mal in einer TV-Redaktion ein Praktikum. Dann reiche ich diese Informationen natürlich direkt nach

Ja, das wars auch schon zum Thema "Radio-Menschen". Die Leute hier sind nett, hilfsbereit, locker drauf und gehen super miteinander um. Kurz: Es macht Spaß, hier in diesem Team zu arbeiten.

Na dann: Keep calm and love your life!

 

MissBlackAndWhite alias Michelle

14.6.13 14:08

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